Archiv der Kategorie: Andreas Kriegenburg

Des Wutbürgers Kern

Franz Kafka: Ein Käfig ging einen Vogel suchen, Deutsches Theater, Berlin (Regie: Andreas Kriegenburg)

Von Sascha Krieger

Andreas Kriegenburg gilt nicht gerade als dezidiert politischer Regisseur. Er ist der Meister des Visuellen, Erschaffer suggestiver und subversiver Bilderwelten, die mal nur schön sind, an seinen besten Abenden jedoch Geschichten erzählen, die tiefer gehen, als Text und Spiel und all die schönen Dinge, die dem Regietheater zur Verfügung stehen, so nicht zu erzählen vermögen. Aber Kommentare zur Gegenwart? Die stehen bei ihm, wenn überhaupt, meist zwischen den Zeilen. In seinem neuen Kafka-Abend lassen sie sich nicht überlesen. Mehr noch: Es ist wohl keinem Regisseur bislang gelungen, das Gebräu aus selbstgebauter Angst, Engstirnigkeit und unverhohlenem Hass, dass derzeit über die Republik schwappt (und nicht nur über diese) mit solcher Schärfe auf den Punkt zu bringen.

Das Deutsche Theater Berlin (Bild: Sascha Krieger)

Das Deutsche Theater Berlin (Bild: Sascha Krieger)

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Wie die Lehminge

Gotthold Ephraim Lessing: Nathan der Weise, Deutsches Theater, Berlin (Regie: Andreas Kriegenburg)

Von Sascha Krieger

Das Theater des Andreas Kriegenburg ist eines der starken Bilder. Das ist auch bei seiner Inszenierung von Nathan der Weise, mit der das Deutsche Theater die neue Spielzeit eröffnet, nicht anders. Leer ist die Bühne (Bühnenbild: Harald Thor), in fahles Licht getaucht, im Hintergrund lauert ein Kubus aus groben Brettern. Davor, im Lichtkegel, umarmen sich ein Mann und eine Frau, nackt, von oben bis unten beschmiert mit dem Lehm aus dem sie gerade geschaffen wurden. Sie erkunden einander, still, innig, ungehemmt. Doch bleiben sie nicht lange allein. Bald treten weitere hinzu, lehmverkrustet wie sie, doch mit Hosen und deren Trägern ausgestattet. Sie be- und verurteilen das Paar, bewerfen es mit Mehl, woraus es gesenkten Hauptes abgeht, getrennt und in entgegengesetzte Richtungen. Die „Erbsünde“, sie ist bei Kriegenburg die Entstehung von Gemeinschaft, Gesellschaft, die zu ihrer Existenz die Ausgrenzung oder zumindest Unterwerfung der „Anderen“ erfordert. Und so umkreist man denn den sich in den Vordergrund schiebenden Würfel, erregt watschelnd oder resigniert schlurfend. Mal trägt man Einkaufstüten, mal Aktentaschen, mal schleppt man sich allein dahin, dann wieder als Gemeinschaft, als Mob, der Andere aufsaugt und bei dem auch mal einer auf der Strecke bleibt. Damit ist alles gesagt. Die Umrundung des selbst geschaffenen Heiligen, des zinngebenden und doch nichtssagenden Mittelpunkts, das Im-Kreislaufen ist Symbol einer ihre Ursprünge verneinenden Zivilisation, die sich Hilfsmittel gibt, um sich selber nicht bewusst zu werden, die sich nur in den Unterschieden finden zu können glaubt und das allzu sichtbare Gemeinsame verneint. Eine Zivilisation, die im Kreis läuft im sicheren Glauben voranzukommen.

"Der leere Himmel" lautet das Spielzeitmotto 2015/16 am Deutschen Theater (Foto: Sascha Krieger)

„Der leere Himmel“ lautet das Spielzeitmotto 2015/16 am Deutschen Theater (Foto: Sascha Krieger)

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Die Weite suchend

David Grossmann: Aus der Zeit fallen, Deutsches Theater, Berlin (Regie: Andreas Kriegenburg)

Von Sascha Krieger

Der Beginn ist großartig, Kriegenburgsches Bildertheater der eindrucksvollsten und prägnantesten Art: Auf der zunächst dunklen Bühne (Olga Ventosa Quintana) fahren Lichter hoch, immer und immer mehr, füllen zunächst das Dunkel, bevor sie im Bühnen-„Himmel“ zur Ruhe kommen. Unzählige Lichter, Seelen der Toten, um die es hier, in David Grossmanns ebenso sperriger wie berührender Totenklage, geschrieben nach dem Tod des Sohnes im Libanon-Krieg, gehen soll. Um sie und um die Überlebenden: Die hängen, gezwängt in gläserne Würfel zwischen Boden und Lichtern, im ständigen Dazwischen, halb zur Welt der Toten und halb zu jener der Lebenden gehörig und nirgendwo so recht daheim. Einer von ihnen sitzt mit seiner Frau am Esstisch. Hart und kalt die Spotlights, fahl das Licht. Er wird aufstehen und losgehen, das Dort suchen, in dem er seinen toten Sohn vermutet, erhofft, ersehnt, weg aus dem Hier, dessen Teil er längst nicht mehr ist. Die Frau wird ihn nicht begleiten und doch wird auch sie sich schließlich auf den Weg machen, ihren eigenen.

Foto: Sascha Krieger

Foto: Sascha Krieger

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Viel Lärm, viel Nichts

Sklaven. Einakter von Georges Courteline aus der Hölle der bürgerlichen Freiheit, Deutsches Theater/Kammerspiele, Berlin (Regie: Andreas Kriegenburg)

Von Sascha Krieger

Andreas Kriegenburgs neuer Abend am Deutschen Theater beginnt mit einem verstohlenen Blick ins Programmheft: Nein, hier gibt nicht Herbert Fritsch sein DT-Debüt. „Regie und Bühne: Andreas Kriegenburg“ steht da. Nun gut, nehmen wir mal an, diese weiß, bunt und sonstig geschminkten Masken in ihren Kostümen aus Rüschen und Latex, mit ihren Gesichtsmasken und absurd hohen Schuhen, die sich da in akrobatisch anspruchsvollen Choreografien verknäueln, grimassieren und grotesk gestikulieren, entstammten tatsächlich der Fantasie des Bildermalers unter den deutschsprachigen Theaterregisseuren. Eine Party-Glitzerbühne hat sich Kriegenburg gebaut, mit Spiegelboden und goldenen Wänden samt Edel-Graffiti, Motiv: Steinewerfer. Davor tollen seltsame buntgewandete Wesen herum, irgendwo zwischen barockem Pomp und SM-Look, Rokoko-plüsch und Zirkus. Natali Selig trägt Punkte, Elias Ahrens geht als Zebra, Jörg Pose steht sein wallendes rotes Kleid ausgesprochen gut und Hans Löw muss erst den Reißverschluss seines Ganzkörperkostüms öffnen, wenn er sprechen will. Wer gerade nicht an der Reihe ist, zieht sich auf die Müllhalde hinter der Bühnentür zurück und ballert ein wenig mit dem Maschinengewehr herum. Das sieht alles sehr nach Fritsch aus und ist womöglich auch gewollt. Nur ist Kriegenburg eben nicht Herbert Fritsch und dies hier ist nicht die Volksbühne. Dass dem Zuschauer das über fast die gesamten gut zweieinhalb Stunden bewusst bleibt, ist vielleicht das Ärgerlichste an diesem Abend.

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Maschinerie der Verzweiflung

Dea Loher: Am Schwarzen See, Deutsches Theater Berlin (Regie: Andreas Kriegenburg)

Von Sascha Krieger

Dem Deutsches Theater wurde in den letzten Jahren des öfteren vorgeworfen, den Anschluss verpasst, die Führungsrolle in der Berliner Theaterlandschaft verloren zu haben, nur noch hinterherzulaufen, kein künstlerisches Profil zu haben, nicht mehr so richtig relevant zu sein. Fast scheint es, als setzte Intendant Ulrich Khuon in dieser Spielzeit alles daran, dies zu widerlegen. Zum Beispiel mit einem konsequent verfolgten Spielzeitmotto, das der Saison eine thematische Mitte gibt. Oder in dem sich das haus als Uraufführungstheater profiliert. Und dabei wird nicht gekleckert, sondern geklotzt: Mit Yasmina Reza war zunächst die derzeit wohl weltweit gefragteste Theaterautorin überhaupt an der Reihe, jetzt ist es Dea Loher, der diese Position im deutschsprachigen Raum wohl nur noch Roland Schimmelpfennig und Elfriede Jelinek streitig machen können. Am Schwarzen See ist Andreas Kriegenburgs zwölfte Uraufführung eines ihrer Stücke, die zweite am DT (nach Diebe), die dritte die hier im Repertoire ist (Das letzte Feuer hatten Khuon und Kriegenburg aus Hamburg mitgebracht). Beide Inszenierungen sind auch gute Referenzpunkte, um sich anzusehen, wie ein Loher-Abend funktionieren kann und wo seine Fallstricke liegen. Leider hat Am Schwarzen See nicht nur inhaltlich mehr mit Das letzte Feuer als mit Diebe gemeinsam – das gilt auch für die Inszenierung.

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Die perfekte Welle

Ödön von Horváth: Geschichten aus dem Wiener Wald, Berliner Ensemble (Regie: Enrico Lübbe)

Von Sascha Krieger

Unbewegt und unbeweglich liegt sie da, wie eine riesige Welle der „schönen blauen Donau“, an deren Ufern Ödön von Horváths wohl bekanntestes Stück spielt. Erstarrung verkörpert Hugo Gretlers Bühnenbild, eine Erstarrung, die Schritt für Schritt und Figur für Figur von der dem Untergang schon so nahen Gesellschaft, die Horváth beschreibt, Besitz ergreift. Zugleich bildet sie ein auf und Ab, die Höhen und Tiefen, welche die Mariannes und Alfreds und Valeries und Oskars durchlaufen, bevor sie ganz am Ende am Bühnenrand stehen und merken, dass sie die Anstiege umsonst bewältigt haben, weil sie immer schon ganz unten waren. Das erinnert natürlich an Michael Thalheimer und ist doch ein wenig zu plakativ, zu eindeutig. Leider gilt das für die gesamte Inszenierung Enrico Lübbes, die fast zeitgleich mit seiner Ernennung zum künftigen Leipziger Intendanten Premiere hatte und auch deshalb besonders viel Aufmerksamkeit erfuhr. Lübbe hat Horváths Stück, das mit seiner Geschichte und Personnage – vom feschen Mädel über den Halodri bis zum Rittmeister – gleichzeitig Wiener Volksstück und dessen Aufhebung ist, jeglichen doppelten Boden entzogen. Die Erstarrung, die Horváth beschreibt – sie prägt den gesamten, bleischweren Abend.

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Lachen über Kleist

Heinrich von Kleist: Das Käthchen von Heilbronn, Deutsches Theater Berlin (Regie: Andreas Kriegenburg)

Perfekt ist das Timing nicht gerade: Am 21. November jährte sich Kleists Todesstag zum 200. Mal und führte allerorts zu heftiger Geschäftigkeit.Das Maxim-Gorki-Theater erklärte den November zum Kleistfestival und führte schnell mal alle Stücke des Autors auf. Auch die anderen Theater und zahlreiche weitere Institutionen ließen sich nicht lumpen: Aufführungen, Lesungen, Ausstellungen, kaum ein Aspekt des uns noch immer rätselhaften Dichters, der nicht ausgeleuchtet worden wäre. Und jetzt, da alles vorbei ist, kommt Andreas Kriegenburg mit seinem Käthchen daher, das eigentlich schon in der letzten Spielzeit hätte Premiere haben sollen, aber an einer Verletzung Alexander Khuons scheiterte. Jetzt bildet es eine Art Epilog. Nach der Premiere lässt sich nur hoffen, dass die einsetzende Kleistmüdigkeit bald das tut, was Kriegenburg besser hätte tun sollen: Die Inszenierung in der Schublade verschwinden lassen.

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Elfriede Jelinek: Winterreise, Deutsches Theater, Berlin (Regie: Andreas Kriegenburg)

Kriegenburg inszeniert Jelinek. Eines muss man DT-Intendant Ulrich Khuon und seinem Hausregisseur lassen: Sie scheuen schon zum Start ihrer dritten Spielzeit nicht das Risiko. Kriegenburg, der Spezialist für visuelles Theater,  der Großmeister metaphorischer (Bühnen-)Bilder trifft auf die Sprachkünstlerin Jelinek , die Wortbildhauerin, die Erschafferin kaum spielbarer Textmonster. Eine ungemein spannende Kombination, aber kann das überhaupt gut gehen? Die Gefahr, wieder einen Spielzeit-Fehlstart hinzulegen, ist groß. Die Kritik an Khuons nicht immer glücklicher Intendanz würde das nicht verstummen lassen.

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Friedrich Hebbel: Judith, Deutsches Theater Berlin / Kammerspiele (Regie: Andreas Kriegenburg)

Es gibt Theaterabende, da sitzt man im Zuschauerraum und führt eine virtuelle Liste von sicheren Anzeichen dafür, dass es sich um eine schlechte Inszenierung handelt. Irgendwann ist es drei Stunden später, die Liste, hätte man sie tatsächlich geführt, wäre mehrere Seiten lang, und man stellt mit Verwunderung fest, dass man sich keine Minute gelangweilt hat. Andreas Kriegenburgs Insenierung von Hebbels Judith ist so ein seltsamer Abend.

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>Ein Sommernachtstraum nach William Shakespeare, Deutsches Theater, Berlin (Regie: Andreas Kriegenburg)

>Es gab einmal eine Zeit, da konnte man keinen Spielplan aufschlagen, ohne dass einem ein Sommernachtstraum entgegensprang. Heute ist das Angebot deutlich übersichtlicher, vielleicht, weil im meistgespielten Stück des wahrscheinlich meistgespielten Autors überhaupt, alles gesagt zu sein scheint. Und so ist es durchaus auch als Statement zu interpretiereen, dass Andreas Kriegenburg seine zweite Spielzeit als Hausregisseur des Deutschen Theaters ausgerechnet mit diesem Stück eröffnet. Einem Stück, dessen letzte Inszenierung an diesem Haus der unvergessene Jürgen Gosch besorgt hatte, der sie letzten Jahre dieses Theaters wie kaum ein anderer geprägt hatte – ein Erbe, an dem auch Kriegenburg vergangenes Jahr durchaus zu tragen hatte.

Wenn die Saisoneröffnung ein Indiz für die kommende Spielzeit ist, kann sich das Berliner Publikum auf eine spannende Saiso freuen. Kriegenburg präsentiert eine so schwebende, atmosphärisch dichte, bildstarke, kurzweilige und abwechslungsreiche Inszenierung, dass man sich als Zuschauer überrascht daran erinnert, dass das Theater ja ursprünglich einmal primär der Unterhaltung dienste.

Eine Schlüsselrolle gehört dabei den Handwerkern, die hier zu Fensterputzern transformiert und mit Ausnahme des Zettel (Marquardt Müller-Elmau) mit Frauen besetzt werden. Vor allem Margit Bendokat, Barbara Schnitzler und Almut Zilcher erweisen sich als wahres komödiantisches „Dream Team“. Die Handwerker putzen, den Glaskubus, den Kriegenburg als Treibhaus menschlicher Lüste und Liebesversuche auf die Bühne gestellt hat, sie packen ihre Pausenbrote aus und diskutieren Traumtheorien von Benjamin bis Freud. Die unaufdringliche ironische Leichtigkeit, mit der hier der theoretische Überbau für das zentrale Thema des Stücks, das fragile Spannungsverhaältnis von Traum und Realität, geliefert wird, setzt den Standard für den ganzen Abend.

 Die Kernhandlung tritt dabei ins zweite Glied oder bleibt zumindest auf Augenhöhe mit der Handwerkergeschichte. Eine Relativierung, die ihr gut tut. Was bei anderen Regisseuren zu einem lauten Spektakel physischer wie psychischer Auseinandersetzung wird, ist bei Kriegenburg wunderlich tastend, zerbrechlich, suchend. Die „Liebenden“ sind keine jugendlich enthusiastisch Liebenden, sondern mittelalte Verlorene. Kriegenburg schafft dafür grandiose Tableaus: Stehen sie anfangs noch einsam und ratlos inmitten einer Menge telefonierender Menschen, finden sie sich später in der gleichen Gesellschaft wieder. Nun irren sie ziel- und richtungslos umher und werden von den zielgerichtet im Kreis laufenden Handy-Jüngern über den Haufen gerannt.

So ziellos ihre Bewegungen, so inhaltslos ist ihr Lieben. Und so fehlt die große Agressivität und Leidenschaft, sie werden ersetzt durch eingeübte Mechanismen und Rituale, die selbst die sie einsetzenden „Helden“ langweilen. Keine Wahrheit nirgends: Ob Demetrius Hermia liebt oder Helena, ob erstere von beiden Männern verstoßen wird oder letztere – es macht keinen Unterschied. Das eine ist so wenig wahrhaftig wie das andere. Oberon und Puck, gelangweilte Dandys und vielleicht die eigentlichen Regisseure des Abends, kreieren eine Versuchsanordnung, deren Ergebnisse sie mit ironischer Distanz beobachten. Wie der „Liebesreigen“ ist auch das nur Zeitvertreib. Und so ist es auch egal, dass der Zauber am Ende nur von Lysander genommen wird, nicht von Demetrius. Ob verzaubert oder „real“: So ist es ordentlicher, und einen wirklichen Unterschied macht es nicht.

Doch so zynisch und desillusioniert wie dies klingen mag, ist der Abend nicht. Dies liegt zum einen an der atmosphärisch starken und, ja, auch zauberhaften, magischen Atmosphäre, die Kriegenburg durch eine ausgeklügelte Mischung aus Bühnenbild, Licht- und Musikregie sowie Choreografie schaft. Zum anderen stellt Kriegenburg den Athenern die ebenfalls verzauberte Titania entgegen. Wo jene sich in abgestandenen Liebesschwüren ergehen, liebt diese mit einer Bedingungslosigkeit und Hingabe, in der vielleicht so etwas wie Wahrheit aufscheint. Auch hierfür gelingen Kriegenburg atemberaubende Bilder, die lange im Gedächtnis bleiben werden.

Und dann sind da natürlich noch die Handwerker, denen das letzte Wort gehört. Wenn sie am Ende endlich ihr Stück aufführen und dabei ein wahrhaftes Slapstick-Feuerwerk abbrennen, kommentieren und relativieren sie das Vorangegangene. Doch bei allem leeren Pathos und schlechten Reimen: Weniger Wahrheit als im Reigen wechselnder Liebesschwüre der Protagonisten offenbart sich hier auch nicht. Ganz im Gegenteil: In der Unbedingtheit, der naiven Begeisterung, mit der sie ihr dilletantisches Machwerk auf die Bühne bringen, scheint ein wenig von der wahren Leidenschaft auf, die man zuvor so vermisst hatte.

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