Theater im Netz?

Konferenz „Theater und Netz“ am 8. und 9. Mai 2013

Von Sascha Krieger

Am 8. und 9. Mai 2013 veranstalten nachtkritik.de, die Heinrich-Böll-Stiftung und die Bundeszentrale für politische Bildung in Berlin in Berlin eine Konferenz mit dem Titel „Theater und Netz“. In der Ankündigung der Veranstalter heißt es, in der Konferenz wolle man „der Frage nachgehen, wie das Theater durch das Internet verändert wird, und was im Gegenzug die Netzgemeinde aus dem Theater mitnehmen kann. Denn die digitalen Medien bilden nicht nur neue Kulturtechniken aus. Sie verändern auch die alten. Die Konferenz soll eine längst fällige Bündelung von Informationen und Fragestellungen zum Thema vornehmen. Beginnend mit Informationen für Theaterleute zu den Möglichkeiten des Netzes für Kommunikation, Marketing und Audience-Development, über eine Positionsbestimmung der tradierten Kunstform ‘Theater’ in der Netzgesellschaft bis hin zu ästhetischen Fragestellungen und Beispielen aus der künstlerischen Praxis.“

Eröffnet wird die Konferenz im Gebäude der Heinrich-Böll-Stiftung am Abend des 8. Mai mit einem Gespräch zwischen „Netzkultur“ und „Theaterkultur“:  Für erstere steht die ehemalige politische Geschäftsführerin der Piratenpartei Marina Weisband, für letztere Regieurgestein und BE-Intendant Claus Peymann, der zumindest in der deutschsprachigen Theaterlandschaft in den letzten Jahren nicht gerade als Freund von Neuerungen aufgefallen ist. Wie die „schöne neue Welt“ der digitalen Gesellschaft ins Theater integriert werden kann, will anschließend das Schauspiel Dortmund mit Der Live-Code: Krieg und Frieden im globalen Dorf. zeigen, einem Theaterabend mit „3 Menschen | 8 Rechner | 5 Beamer | 8 Boxen | 1 Kinect 3D-Kamera“.

Christi Himmelfahrt ist dann der Hauptkonferenztag. Nach einer Eröffnungs-Podiumsdiskussion, in der unter anderem Stefan Kaegi von Rimini-Protokoll und Thalia-Intendant Joachim Lux über die „Netzgesellschaft“ debattieren, ist das Programm in zwei wesentliche Themenblöcke unterteilt. In „Neue Medien, neues Publikum – ein anderes Theater?“ stehen Fragen nach der Rolle neuer Medien im Theater aber auch nach der Funktion des Theaters im „digitalen Zeitalter“ im Mittelpunkt. Unter den Teilnehmern an den drei Panels sind die Regiesseure Herbert Fritsch und Sebastian Hartmann, Signa Köstler vom Künstlerkollektiv SIGNA und Wilfried Schulz, Intendant des Staatsschauspiels Dresden.

Der zweite Themenblock befasst sich mit dem Thema „Kritik im Netz. Kritik aus dem Netz.“. Zunächst diskutieren Theaterwissenschaftler Prof. Dr. Christopher Balme, Christine Dössel, Theaterkritikerin der Süddeutschen Zeitung, Kulturjournalist  Tobi Müller und nachtkritik.de-Redakteurin Esther Slevogt darüber, welche Auswirkungen das Internet und die damit verbundenen Veränderungen in der Medienlandschaft auf die professionelle Theaterkritik haben. Anschließend geht es auf dem Panel „Der Kritiker in der Crowd“ um die Frage, welchen Einfluss das „Stimmengewirr“ der unterschiedlichsten Blogs, Portale und Foren, in denen heute praktisch jeder über Theater schreiben und diskutieren kann, auf das Theater und seine Macher, aber auch die professionelle Kritik ausüben. Diskutanten sind Regisseur Frank-Patrick Steckel, der Dramatiker Nis-Momme Stockmann, nachtkritik.de-Redakteur Wolfgang Behrens und Theater-Blogger Sascha Krieger, Betreiber von Stage and Screen.

Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos, das komplette Programm und weitere Informationen zur Veranstaltung finden sich hier: http://konferenz.nachtkritik.de/.

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